Urlaub in der Ferienregion Oberlausitz - Niederschlesien

Glatzer Bergland

Das Glatzer Land gehört zu den landschaftlich schönsten Regionen Niederschlesiens, denn es setzt sich aus vielen kleinen Landstrichen zusammen. Das Besondere der Region ist der Talkessel, der von vielen bewaldeten Gebirgszügen umschlossen wird. Zu den bekanntesten zählen das Góry Stołowe (Heuscheuergebirge), das Masyw Śnieżnika (Glatzer Schneegebirge) und das Góry Złote (Reichensteiner Gebirge). Von den Berghängen ziehen sich weite Felder ins Tal herab durchsetzt mit kleinen Bauerndörfern und Barockkirchen.

In der ehemaligen Grafschaft finden sich eine Vielzahl an Kurorten. Duszniki Zdrój (Bad Reinerz), Polanica Zdrój (Altheide Bad) und viele weitere sind für ihre reichen Ressourcen an Heil – und Mineralwasser weltweit bekannt. Eine der ältesten Kuranstalten Europas - der Naturheilbetrieb „Wojciech“ in Lądek Zdrój (Bad Landeck) wurde 1678/79 erbaut und beeindruckt heute mit einem im Still eines türkischen Bades erbauten Marmorschwimmbecken mit natürlich heißem Wasser.

Daneben gibt es eine Vielzahl kleiner sehenswerter Städtchen und viele, von Legenden umrankten Burgruinen und geheimnisvolle, unbezwingbare Festungen. Eine der beeindruckendsten Anlagen dieser Art ist die Twierdza Klodzko (Glatzer Festung). Das einzigartige Beispiel der Verteidigungsarchitektur prägt bis heute das Stadtbild und bietet neben Ausstellungen zu seiner Geschichte auch ein unterirdisches Streckensystem in das umliegende Stadtgebiet.

Festung Glatz

Die Festung Glatz liegt auf dem Schlossberg, dem sogenannten Festungsberg, und entstand anstelle einer uralten Festungsburg. Sie stellt das bedeutendste Werk neuerer Verteidigungsarchitektur in Polen dar. Die gesamte Festung hat eine Fläche von 30 ha. Das Bauwerk verfügt über ein sehr kompliziertes Militärsystem. 1960 wurde die Festung als Denkmal anerkannt und touristischen Besuchern zugänglich gemacht. Von den Schutzwehren erstreckt sich ein schöner Blick auf die Stadt und ihre Denkmäler. In der Mitte befindet sich auch eine Insel. Von der Höhe der Festung aus kann man das Glatzer Tal mit dem Heuscheuergebirges sowie dem Schneeberg-Massiv am Horizont sehen.

Wasserfall Wilczki

Wasserfall Wilczki (Wölfelsfall) – der größte und höchste Wasserfall im Schneeberg-Massiv und einer der höchsten in den Sudeten. Er entstand auf einem tektonischen Riss, weshalb der Fluss Wilczka aus über 20 m ins Tal stürzt und weiter durch eine enge Schlucht fließt, die von Wänden mit einer Höhe von bis zu 25 m umgeben ist. Der Wasserfall und seine unmittelbare Umgebung sind seit 1958 Teil des Waldnaturschutzgebietes „Wasserfall Wilczki”, das auf dem Gebiet des Schneeberg-Landschaftsparks auf einer Höhe von 570 m liegt. Das Naturschutzgebiet umfasst insgesamt 2,86 ha, die zur Besichtigung freigegeben sind. Über dem Wasserfall befindet sich eine Brücke, außerdem gibt es Pfade, die zu einer Aussichtsplattform führen, von der aus man den Wasserfall und die Schlucht von vielen verschiedenen Seiten betrachten kann. Der Eintritt ist kostenlos.

Torfmoor bei Grunwald

Das Naturschutzgebiet „Torfmoor bei Grunwald” ist ein Pflanzenschutzgebiet im Habelschwerdter Gebirge, das sich im Südwestens Polens in den mittleren Sudeten befindet. 
Es wurde zum Schutz des hohen Torfmoors eingerichtet. Der Bestand der derzeitigen Pflanzenwelt entstand in der nacheiszeitlichen Phase. Die Torfschicht ist heute etwa 8 m dick. Die umgebenden Fichtenhölzer verleihen der Umgebung ein rohes, fast subarktisch Aussehen. Das Torfmoor gehört zu den größten Mooren in den Sudeten.

Märchengarten

Der Märchengarten in Międzygórze (Wölfelsgrund) liegt auf einer Höhe von 780 m zwischen den Bergen Toczek und Igliczna auf dem gelben Wanderweg, der aus Międzygórze zur Kirche Maria Schnee führt. Seine Fläche beträgt 0,23 ha. Dies ist ein kleiner Garten auf der Hangseite des Schneer-Berges, der auf einer Höhe von 700-710 m liegt und von einem Fichtenwald und Bergwiesen umgeben ist. Er wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts an der Hangseite angelegt und wird von einer Vielzahl Pfade durchzogen. Izydor Kristien hat ihn in märchenhafter Verehrung angelegt, um die Umgebung und die allmächtigen Berggeister zu bezaubern. Hier haben sich viele Exemplare typischer Berg- sowie Gartenpflanzen versammelt, die die Grundlage für zahlreiche aus Wurzeln, Ästen und auch aus originalen Steinen hergestellten Märchenmotive sind, z.B. Figuren, Totems, Häuschen und Gartenlauben.

Schwarzer Berg

Der Schwarze Berg ist ein Gipfel auf der Höhe von 1205 m, der im Arm Żmijowiec (Otter Köppel) im Schneeberg-Massiv liegt. Die Erhebung ist vom gesamten Glatzer Tal aus als hoher und steiler Gipfel sehr gut sichtbar. Der Name des Berges entstand vermutlich, weil der bewaldete Gipfel gewöhnlich von der dunklen Nordseite her betrachtet wurde. Der Schwarze Berg ist ein modernes Skizentrum, das 1996 gebaut wurde. Durch gute Planung breiter Strecken und Skigebiete, dem Bau entsprechender und effektiver Skiliftsysteme und auch eines Kunstschnee-Systems ist der Schwarze Berg der derzeitige Wintersport-Führende in den Sudeten.

Naturschutzgebiet Kleiner Schneeberg

Das Naturschutzgebiet Kleiner Schneeberg wurde 1954 eröffnet. Es ist ein Landschafts- und Floraschutzgebiet mit einer Größe von 181,24 ha und dient zum Schutz interessanter und seltener Arten schutzbedürftiger Insekten sowie einer natürlichen Pflanzenansammlung. Das Reservat wurde hauptsächlich für die Erhaltung und den Schutz der höchsten Erhebung in den östlichen Sudeten (1425 m) geschaffen, die mit der Kräuter- und Pflanzenwelt die Gebirgspflanzen und einige karpatischen Arten in den Sudeten darstellt.

Bärenhöhle

Die Bärenhöhle befindet sich im Dorf Kletno auf dem Gebiet des Glatzer Schneeberg-Massivs. Die Höhle wurde 1966 entdeckt und zu ihrem Schutz wurde 1977 das Naturreservat Bärenhöhle gegründet.

Burg Lesna

Die Burg Leśna liegt im südlichen Teil des Heuscheuergebirges auf der Erhebung Szczytnik. Die Burg wurde im neogotischen Stil nach dem Muster einer mittelalterlichen Schutzburg erbaut. Sie verfügt über einen vierseitigen Turm in Zylinderform. Die Burg ist von einem Trockengraben sowie einem Schutzwall umgeben, auf dem früher Kanonen standen. Im Inneren gibt es einen Rittersaal und die Kapelle der Jungfrau Maria, Königin des Friedens mit einem einzigartigen Denkmal, das aus Rohren besteht, die aus einem Bronzefuß führen, und die Aufgabe der Klingel erfüllt. Obwohl die Burg treu den Bau der mittelalterlichen Architektur widerspiegelt, wurde sie erst vor nicht allzu langer Zeit gebaut – in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Schädelkapelle

Die Kapelle befindet sich etwa 1 km vom Zentrum Kudowas (Bad Kudowa) im Tal des Flusses Czermnica. Die kleine Barockkapelle ist in quadratischer Form gebaut und befindet sich zwischen der Kirche des Heiligen Bartholomäus und der freistehenden Glocke. An den Wänden der Kapelle und an der Decke liegen 3000 menschliche Schädel und Knochen. Die Kapelle ist das große Massengrab der Opfer der schlesischen Kriege 1740-1742 und 1744-1745 sowie von Krankheiten, die im 18. Jahrhundert ausbrachen. Unter dem Fußboden ruhen weitere 10.000 menschliche Knochen. Die Kapelle wurde 1776 von Priester Wacław Tomaszek gebaut. Ihr Bau, das Sammeln der Knochenteile, ihre Desinfektion, Imprägnierung und Zusammensetzung dauerte acht Jahre.

Wilde Löcher

Die Wilden Löcher sind ein Felsenlabyrinth mit einer Höhe von 850 m und einer Länge von circa 2,5 km. Die Felsen bilden ein einzigartiges Labyrinth, das von Wasser und Wind aus Kreide-Sandstein geformt wurde. Die Wilden Löcher befinden sich im Nationalpark Heuscheuergebirge. Auf einer Fläche von 22 ha bilden die Felsblöcke einige hundert Meter Touristenwege mit einzigartigem Reiz, auf denen sich die Besucher oft zwischen den engen Spalten im Felsen hindurchzwängen müssen. Die Höhe der Gänge schwankt zwischen 6-8 m, die Breite beträgt an manchen Stellen unter einem Meter. Eine bekannte Strecke kann man unter Regenschirmen aus Fels abgehen. Zu dieser Formation gibt es kein Gegenstück in Polen. Das Naturschutzgebiet wurde 1957 gegründet. Ein Gang durchs Labyrinth dauert circa 35 Minuten.